Eine Koranhandschrift aus dem 15. Jahrhundert hat aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schönheit und historischen Bedeutung die Welt in ihren Bann gezogen. Sie wurde während der Ming-Dynastie auf vergoldetem Papier geschrieben, das aus China importiert worden war, und während des Timuridenreichs kopiert.
Die Einzigartigkeit der Handschrift liegt in ihren über 500 Seiten, die mit leuchtenden Farben wie Blau, Lila, Rosa, Orange und Türkis verziert und mit Goldflocken bestreut sind. Die Kombination aus exquisiter islamischer Kalligrafie und luxuriösen chinesischen Materialien macht sie zu einem der seltensten Werke islamischer Kunst weltweit.
Historiker betrachten die Handschrift als konkreten Beleg für den jahrhundertelangen kulturellen, wirtschaftlichen und künstlerischen Austausch zwischen der islamischen und der chinesischen Zivilisation. Ihre Existenz zeigt, wie unterschiedliche Kulturen sich gegenseitig beeinflussen und Werke von großem Wert für die Menschheit hervorbringen können.


„Wer ist der neue Besitzer des teuersten Korans der Welt?“ Diese Frage bleibt unbeantwortet. Obwohl der Koran 2020 für über 7 Millionen Pfund versteigert wurde, gab Christie's den Namen des Höchstbietenden nie bekannt. Diese Geheimhaltung trägt nur zum Mysterium um die vergoldete Koranhandschrift bei, die zu den wertvollsten Werken islamischer Kunst weltweit zählt.



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